Wir müssen uns eingestehen:
Ein Wandel steht bevor.
Jeder große Wandel bringt atemberaubende Möglichkeiten.
Warum bereiten wir uns sorgfältig auf Frühling, Sommer, Herbst und Winter vor, ignorieren jedoch die zahlreichen anderen messbaren, belegbaren und präzise vorhersehbaren Zyklen, die unser Leben ebenso stark beeinflussen?
Stand 2025 stehen einige Zyklen kurz vor ihrem Ende oder erreichen in den nächsten Jahren eine Phase des Umbruchs. Folgend sind die Zyklen angeführt, die potenziell in den kommenden Jahren (2025–2030) einen End- oder Wendepunkt erreichen werden:
1. Kondratjew-Zyklus (50–60 Jahre): Der letzte große Wendepunkt wird auf die 1970er Jahre datiert, als die Computer- und Digitalrevolution begann. Ein neues Kondratjew-Tief wird oft für die 2020er Jahre prognostiziert, was bedeutet, dass eine neue Phase der “Disruption” und Innovation bevorstehen könnte, möglicherweise durch Entwicklungen in KI, grüner Energie oder Biotechnologie.
2. Kuznets-Zyklus (15–25 Jahre): Dieser Bau- und Infrastrukturzyklus könnte in den nächsten Jahren ebenfalls eine Wende erleben. Der letzte Höhepunkt dieses Zyklus lag etwa in den 2000er Jahren, was bedeutet, dass wir in den nächsten Jahren eine Phase wirtschaftlicher Anpassung erleben könnten, insbesondere im Bausektor.
3. Real Estate Cycle (18–20 Jahre): Der Immobilienmarktzyklus, dessen letzte Rezession während der Finanzkrise 2008 stattfand, könnte um 2025 bis 2028 erneut eine kritische Phase erreichen. Dies könnte eine Anpassung der Immobilienpreise und Investitionen in diesem Bereich auslösen.
4. Kitchin-Zyklus (3–5 Jahre): Da der Kitchin-Zyklus kürzer ist, könnte er schon 2025 oder 2026 ein Ende finden. Dies könnte eine Normalisierung nach den starken Schwankungen durch die Pandemie und wirtschaftliche Erholung in den letzten Jahren bedeuten.
5. Juglar-Zyklus (7–11 Jahre): Dieser mittelfristige Zyklus, der in den letzten Jahren stark durch die Auswirkungen der Pandemie und der Konjunkturmaßnahmen beeinflusst wurde, könnte 2025 bis 2026 ein Ende erreichen. Das bedeutet, dass ein weiterer wirtschaftlicher Abschwung oder eine Rezession bis 2026 möglich ist.
6. Samuelson-Hicks Multiplikator-Beschleuniger-Modell (ca. 7–10 Jahre): Wenn wir davon ausgehen, dass der letzte Höhepunkt in den Jahren 2016–2018 war, könnten wir um 2026–2028 wieder einen Abschwung erleben, der durch eine Nachfragesättigung oder Investitionsrückgänge ausgelöst wird.
7. Schumpeter-Zyklus (7–11 Jahre): Da dieser Zyklus auch innovationsgetrieben ist, könnte er Ende der 2020er Jahre eine Wende erleben, insbesondere durch Technologien wie Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien. Ein neues Innovationshoch könnte Ende der 2020er Jahre entstehen, gefolgt von einer Phase der Stabilisierung oder “Zerstörung” älterer Technologien.
8. Zyklus des Geschäftsvertrauens (4–5 Jahre): Der letzte Optimismus- und Vertrauenstiefpunkt war durch die Pandemie und die nachfolgende Unsicherheit in 2020–2021 gekennzeichnet. Eine neue Schwankung des Geschäftsklimas könnte 2025–2026 auftreten, wenn das Vertrauen je nach geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen schwankt.
9. Sonnenflecken Zyklus (11 Jahre): Der Höhepunkt dieses aktuellen Zyklus wird voraussichtlich 2025 erreicht. Dies bedeutet, dass wir in den kommenden Jahren eine steigende Sonnenaktivität und eine Zunahme von Sonnenflecken, Sonneneruptionen und koronalen Massenauswürfen erleben könnten. Dies kann Auswirkungen auf die Erde haben, etwa auf das Weltraumwetter, die Kommunikationstechnologie, Satellitensysteme und Stromnetze.
10. Gleissberg-Zyklus (80–90 Jahre): Der Gleissberg-Zyklus ist ein längerer Sonnenzyklus, der etwa alle 80 bis 90 Jahre einen Höhepunkt erreicht und mit stärkeren oder schwächeren Sonnenzyklen verbunden ist. Der aktuelle Zyklus ist auf dem Weg zu einem möglichen Tiefpunkt um 2030, was eine Periode mit relativ geringerer Sonnenaktivität bedeutet. Diese Phase der “Sonnenruhe” könnte das Klima auf der Erde beeinflussen und wird möglicherweise mit kühleren Temperaturen und geringerer UV-Strahlung in Verbindung gebracht. In der Geschichte gibt es Hinweise darauf, dass Sonnenzyklen mit klimatischen und geopolitischen Veränderungen korrelieren, da sie die Wetterbedingungen und damit indirekt Landwirtschaft und Wirtschaft beeinflussen können.
11. El Niño/La Niña-Zyklus (2–7 Jahre): El Niño und La Niña sind Klimaphänomene, die typischerweise alle 2 bis 7 Jahre auftreten und das Wetter weltweit beeinflussen. Die aktuelle El Niño-Phase, die 2023 begonnen hat, wird vermutlich bis 2025 oder 2026 eine entscheidende Rolle im globalen Klima spielen. El Niño-Ereignisse führen oft zu Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen, während La Niña-Phasen kühlere Temperaturen und Niederschläge bringen. Der nächste Zykluswechsel könnte 2027 bis 2029 eintreten.
12. Bevölkerungswachstumszyklus (ca. 70–80 Jahre): Der weltweite Bevölkerungswachstumszyklus ist in der modernen Geschichte durch Phasen beschleunigten Wachstums gefolgt von Stabilisierung geprägt. Aktuell wird bis etwa 2030 ein Wendepunkt in Form eines sinkenden Wachstums erwartet. In einigen Regionen wird die Bevölkerung sogar zurückgehen, was wirtschaftliche, soziale und politische Anpassungen erforderlich machen könnte. Dieser Rückgang markiert das Ende des Hochwachstumszyklus der letzten Jahrzehnte.
Die genannten Zyklen deuten auf mögliche Wendepunkte in den Jahren 2025–2030 hin, die zu einem veränderten wirtschaftlichen Umfeld führen werden.